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Gedankenwelt... Aya oder Ran?

Ja.. wer bin ich eigentlich? Bin ich Aya? Oder bin ich wieder Ran? Irgendwie habe ich das Gefühl, das ich beides bin, aber nur eines sein darf. Ich habe Yohji sehr viel von mir erzählt, doch auch wenn ich sehe, das es ihn interessiert... so glaube ich, das sein Weltbild mir gegenüber irgendwie zusammen gebrochen ist. Er sieht in mir nicht mehr den erwachsenen und überlegten Leader, sondern ich denke mittlerweile, das er mich für leicht verrückt hält. Oder bin ich das nicht sogar auch ein bisschen? Ich bin nicht überlegt.. ich bin auch nicht erwachsen... ich bin 20 Jahre alt, verdammt noch mal! Familie verloren und Schwester im Koma und obendrein bin ich auch ein Mörder.

Ich dachte, es wäre einfach, Aya zu sein. Niemand sollte etwas über mich erfahren.. ich wollte das für meine Schwester tun, wollte, das sie wieder bei mir ist, doch auch ihr werde ich nie wieder in die Augen sehen können. Ich hab mich einem Leben hingegeben, das ich eigentlich niemals leben wollte. Ich wollte spaß haben, wollte frei sein, einen Freund bzw. eine Freundin haben.. ich wollte einfach glücklich sein. Doch.. ich bin es nicht. Was bin ich eigentlich? Ich bin Aya... kaltherzig.. kaum zu Gefühlen fähig.. ich bin erwachsen.. überlegt.. und handle immer so, wie es für andere am Sinnvollsten ist. Ja klar...

So, wie es für andere am sinnvollsten und am Besten ist. Und was ist mit mir? Kann sich überhaupt jemand vorstellen, das ich gut und gerne mal sagen würde 'ihr könnt mich mal'? Ich habe Yohji viel erzählt, doch mittlerweile schüttelt er desöfteren einfach nur den Kopf über mich, weil er irgendwie geschockt ist und sich wundert. Hätte ich ihm das denn alles verschweigen sollen? Vielleicht. Denn für ihn ist das alles unerklärlich, absurd.. natürlich.. wer will auch schon glauben, das sein Leader mal spaß haben kann, wenn er es bis dahin nicht wusste bzw. gesehen hat? Niemand. Es ist also möglich ein Mörder zu sein und trotzdem ein ruhiges Leben zu führen? Natürlich. Das hat ungefähr den selben effekt, als ob eine Mutter einen Nachbarn liebt grüßt und am nächsten Tag hat eben dieser Nachbar ihren Sohn getötet. Das ist genau so absurd.. und btw. ist mein Vergleich einfach beschissen, doch das kümmert mich nicht wirklich.

Anstatt, das ich wieder Ran sein darf, werde ich einfach in das hinein gedrückt, wo ich mich selber hineinbegeben habe. Aya sein. Kalt, gefühllos. Und was sich in meinen Gedanken abspielt, das interessiert niemanden, das bekommt niemand mit. Vielleicht ist es besser so, denn irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, ich würde durchdrehen. Wenn wenigstens Schuldig da wäre... ich glaube, er würde mein richtiges Ich wirklich toll finden, würde mich so akzeptieren, wie ich nunmal bin, aber leider ist Schuldig zurzeit nicht hier und das alles nur wegen Kritiker. Ich hasse sie...
Heute.. ich werd mich einschließen.. ich werde schlafen oder aber was lesen.. ich kann so viel machen.. aber ich werde nichtmehr raus gehen... vielleicht sollte ich wieder ein wenig distanzierter werden.. damit sich niemand Gedanken darüber macht, was denn bitte aus dem überlegten Menschen geworden ist. Menschen.. manchmal hasse ich sie dafür, dass sie alles als merkwürdig erachten, was nicht gerade in ihr persönliches Bild passt. Aber mir solls egal sein.

Ich werde heute Abend lesen und wenn ich glück habe und Schuldig erreiche, so werde ich auch mit diesem sprechen, denn das hab ich jetzt bitter nötig. Auch er kennt mein innerliches Gedankenchaos nicht und ich werde den Teufel tun und mich nochmal jemandem so schnell anvertrauen. Allein aus der angst heraus, das ich wieder so komisch angesehen werde oder gar jemand über mich den Kopf schüttelt. Mal an meine Gefühle gedacht?
18.5.07 19:00


Erklärungen...

Ja, also. Da unsere Disconacht ja nun schon ein paar Tage her ist dachte ich, das Yohji schon gut über den Schock hinweggekommen wäre, dem ich ihm dort wohl mehrmals bereitet haben musste. Das Yohji allerdings hinterher nochmal mit mir über diese eine Nacht sprechen wollte, das hatte ich nicht gedacht. So war es aber und so kam es, das wir uns Abends für einen smalltalk in seinem Zimmer verabredet hatten.

Es fing eher ruhig an. Wir kotzten uns - wie so viele male - über die aktuelle Situation aus und überlegten uns - wie auch schon so oft - was man denn tun könnte um die gegebene Situation aufzulockern oder gar überhaupt zu verbessern. Und wieder mal muss ich gestehen, das wir nicht wirklich auf einen grünen Zweig kamen. Egal, was wir uns überlegen, egal, wie gut es durchdacht ist, im Endeffekt mussten wir bisher immer einsehen, das wir beide alleine keine chance haben und auch mit der Hilfe von Brad und Schuldig sollte sich das ganze wohl nicht als einfach erweisen. So erzählte ich Yohji dann noch direkt, wie verdammt eifersüchtig Brad auf mich war, das ich immer in seiner nähe sein konnte, doch das Brad uns beobachtete verschwieg ich lieber, denn Yohji hätte sich sicherlich sofort suchend umgesehen und das hätte nicht sein müssen.

Nachdem wir also resigniert die Köpfe hängen liesen, weil uns wieder nichts eingefallen war, kam Yohji auf den Discoabend zu sprechen. Ohne weitaus drumrum zu reden wollte er gleich wissen, wie es zu meiner jetzigen offenheit kam. Ich erklärte ihm einfach, das ich mich richtig wohl fühlte, das ich froh war, das Yohji da war, das wir uns alles erzählen konnten, doch das da tief in mir drin etwas war, das ich überspielen wollte, verschwieg ich ihm, denn das war jetzt nicht relevant. Und wirklich, er gab sich mit der Antwort zufrieden, auch, wenn er sehr skeptisch dreinschaute. Aber wer schaute nicht skeptisch, wenn man so viel von seinem ehemals kaltherzigen Anführer erfuhr?

Als nächstes kam es zu einer weniger Dezenten Frage, denn Yohji fing an mich über meine bisherigen One Night Stands auszuquetschen. Wann das war, wie viele es waren, wer es war.. und so weiter und so fort. Da ich diesmal keine andere Wahl hatte, als mit der sprache herauszurücken fing ich an und schilderte Yohji jeden einzelnen meiner One night stands. Von anfang bis ende. Wie ich Nachts rausgeschlichen war, und wie ich morgens schon wieder im laden stand. Das ich mit frauen UND männern geschlafen hatte... und vor allem WIE. nicht immer blümchensex, sondern auch mal hart, dominiert oder auch dominierend. Sogar das ich ab und an auf Fesselspielchen stehe, hab ich ihm gebeichtet und bevor ich weiterreden konnte, musste Yohji sich - mit einem etwas blassen gesicht - etwas zurücklehnen. Na ja.. so was hört man auch nicht jeden Tag von einem Eisklotz. Doch schnell konnte ich weiter erzählen. Das ich meine One Night Stands nicht mehr an zwei Händen abzählen konnte, erwähnte ich nur ganz kurz, doch ich war sicher, das Yohji es sowieso erahnt hatte, denn seine Gesicht wurde immer blasser und zeigte wieder eine starke konsestenz an schockierung. Ich musste also noch hinzusetzen, das ich natürlich nicht jede Woche draußen war, denn das ganze wäre nicht sehr förderlich gewesen für mein Wohlbefinden, aber ich bestätigte, das ich immer dann raus gegangen war, wenn mir danach war und das war schon öfter als zwei mal der Fall gewesen. Vielleicht kann Yohji sich ja nun einen Reim auf einige Dinge machen, denn schließlich war er derjenige gewesen, der mich desöfteren fast erwischt hatte.

Als er seine Sprache wiedergefunden hatte fragte er mich dann doch tatsächlich - in einem etwas ängstlich unsicherem Ton - ob ich denn böse sei, das er mich von diesem Kerl weggezerrt hatte, mit dem ich Knutschend in einer Ecke gelegen hatte. Nun ja... ich weiß noch genau, wie ich mich leicht vorbeugte, meine Hand auf eines von Yohjis Knien legte und ihm zuckersüß lächelnd erklärte, das er es ja nicht besser hätte wissen können, das ich auch anderweitig noch Sex haben könnte, selbst wenn ich Schuldig liebte. Und ehe ich weitersprechen konnte, stand Yohji auf und ging mit wackligen schritten an einen Schrank, beförderte Alkohol und ein Glas hervor und setzte sich hin, nachdem er sich was eingeschüttet hatte. Auf die frage hin, ob ich auch was bekommen könnte, wurde mir wortlos sein Glas hingehalten. Ich nahm an - und trank.

Ich trank langsam aus und beobachtete Yohji, der wirklich eingesunken auf seinem Sessel saß und mich wohl anstarrte, als wäre ich was außerirdisches, denn er konnte wohl einfach nicht das glauben, was ich ihm dort eben erzählt hatte. Nun ja.. man konnte ja auch nicht alles von seinem Anführer wissen, hab ich recht? Doch ich bin kein Unmensch und so schüttete ich Yohji etwas alkohol in das Glas und reichte es ihm, ebenfalls mit einem super süßen lächeln, rüber und beobachtete ihn dabei, wie er austrank.

Den Rest des Abends schwieg mein Kamerad. Er war wohl zu geschockt. Als ich aufstand um ihm eine gute Nacht zu wünschen, bekam ich nur einen milden Handgruß, nichtmal ein wort und so verschwand ich in mein Zimmer. Hätte ich vielleicht doch besser mit meinen intimen erlebnissen hinter dem Berg halten sollen?

@Hexlein:
wie man lesen kann, gibt es eine Menge dinge, die sie noch nicht alle wissen. Aber ich denke, es wird nach und nach alles heraus kommen, wie sie jetzt schon mitlesen dürfen. Yohji zu schocken ist zwar nicht meine Absicht, doch ich hab das Gefühl, das je mehr ich sage, ihn nur umso mehr schocke. Mal sehen, was das noch gibt...

Ran
15.5.07 22:13


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