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Disco und ein überraschter Yohji

Oh ja, diesmal gibt es wieder ein wenig mehr zu berichten. Genaugenommen von einem Ausflug, den Yohji und ich Abends in eine Disco unternommen haben. Yohji kam zu mir und hat mir den vorschlag unterbreitet, ob wir beide nicht noch mal etwas zusammen unternehmen könnten und ich glaub die erste Überraschung meinerseits war, das ich auf die Frage hin, ob wir in eine Disco fahren sofort zugesagt habe. Keine beschwerden über Rauch, laute Musik oder sonstige Dinge, die mich sonst so an einer Bar oder Disco stören. Also wurde sich gegen Abend fertig gemacht und auch hier glaube ich, das Yohji mich niemals in einem solchen outfit gesehen hat. Ich trug eine schwarze Lederhose, die meine rundungen nur zu gut betonte und darüber ein kurzes, weißes Top. Das, worauf ich wegen meiner momentanen Frustation einfach lust hatte. Nachdem Yohji fertig war, welcher im Übrigen auch richtig super aussah, fuhr ich uns also zu der Disco, die Yohji mir genannt hatte.

Zu anfang ging es noch ruhig zu. Ich bestellte mir einen Drink und sah dem Treiben der anderen Menschen zu. Mit meinen Gedanken war ich zu aller erst wieder bei Schuldig und unserem ersten Treffen, das schließlich in einer Bar stattfand, doch schnell schob ich den Gedanken beiseite, indem ich mir einfach Yohjis kippe klaute und rauchend auf die Tanzfläche verschwand. Da es mir in dem moment egal war, wie er darauf reagierte, weiß ich leider auch nicht, wie sein Gesicht aussah, doch da ich normalerweise ein totaler anti-Raucher bin, denke ich, das er schon ein wenig geschockt war über die Aktion. Was mir ebenso fehlte, war einfach ein wenig Körperkontakt. Da ich sowieso nicht glaube, das Schuldig auf solchen verzichtet, habe ich mir einfach den nächstbesten Kerl geschnappt und nachdem meine Zigarette ausgedrückt war, begannen wir zu tanzen. Da ich bisher nur einen Drink intus hatte, konnte auch niemand behaupten, ich hätte zu viel Alkohol im Blut, auch wenn ich zugeben muss, das ich Alkohol eigentlich recht schlecht vertrage. Nach den ersten zwei liedern war es dann vorbei und mein Körper klebte förmlich an dem des anderen Mann und ich kann sogar von mir behaupten, das ich etwas aufreizend getanzt habe. Was man nicht alles tut, wenn es einem nach Körpernähe verlangt...

Nachdem der dritte Tanz dann hinter mich gebracht war, ging ich zurück zu dem - sichtlich geschockten - Yohji, und klaute mir bereits die nächste Kippe, während ich ihn dabei zuckersüß anlächelte. Auch mit Yohji habe ich später noch getanzt, doch meine Alkoholverschlagenen Gehirnzellen haben noch früh genug gecheckt, das der Junge vergeben ist. Man könnte sagen, das ich in der Disco regelrecht aufging und mich ausnahmsweise richtig wohl fühlte. Das ich am nächsten Morgen frühschichte hatte interessierte mich eigentlich recht wenig, denn ich bin kein Mensch, der ultra lange schlafen muss, damit er fit ist und so machte es mir nichts aus, das wir noch eine ganze Weile in der Disco blieben, die ich mit Tanzen, rauchen und alkoholgenuss verbrachte. Ich glaube sogar, ich habe mehr Alkohol im Blut gehabt, als Yohji. Was man natürlich auch daran merkte, das ich plötzlich über die ausgefallensten Dinge sprach und als ich dann irgendwann mit einem fremden Mann küssend in einer Ecke saß - schon sichtlich blau - war es wohl auch Yohji zu viel, denn er zog mich ins nächste Taxi, mit dem wir dann nach Hause fuhren. Ich glaube, so einen Discobesuch hatte ich noch nie.

Was jetzt auch nichts daran änderte, das ich heute morgen aufstand, nachdem ich nur 3 Stunden schlaf hatte, aber dennoch richtig fit war. Zwar musste eine Kopfschmerztablette herhalten, doch ansonsten war nichts zu bemerken und Yohji schlief sowieso bis zum Mittag durch und sah mich nur einmal mit einem Kopfschütteln an, bevor er ins Bad weitertigerte und ich einfach nur grinsend und mit verschränkten Armen am türrahmen gelehnt zurück blieb.
11.5.07 17:48


Erklärungen...

Ja, also. Da unsere Disconacht ja nun schon ein paar Tage her ist dachte ich, das Yohji schon gut über den Schock hinweggekommen wäre, dem ich ihm dort wohl mehrmals bereitet haben musste. Das Yohji allerdings hinterher nochmal mit mir über diese eine Nacht sprechen wollte, das hatte ich nicht gedacht. So war es aber und so kam es, das wir uns Abends für einen smalltalk in seinem Zimmer verabredet hatten.

Es fing eher ruhig an. Wir kotzten uns - wie so viele male - über die aktuelle Situation aus und überlegten uns - wie auch schon so oft - was man denn tun könnte um die gegebene Situation aufzulockern oder gar überhaupt zu verbessern. Und wieder mal muss ich gestehen, das wir nicht wirklich auf einen grünen Zweig kamen. Egal, was wir uns überlegen, egal, wie gut es durchdacht ist, im Endeffekt mussten wir bisher immer einsehen, das wir beide alleine keine chance haben und auch mit der Hilfe von Brad und Schuldig sollte sich das ganze wohl nicht als einfach erweisen. So erzählte ich Yohji dann noch direkt, wie verdammt eifersüchtig Brad auf mich war, das ich immer in seiner nähe sein konnte, doch das Brad uns beobachtete verschwieg ich lieber, denn Yohji hätte sich sicherlich sofort suchend umgesehen und das hätte nicht sein müssen.

Nachdem wir also resigniert die Köpfe hängen liesen, weil uns wieder nichts eingefallen war, kam Yohji auf den Discoabend zu sprechen. Ohne weitaus drumrum zu reden wollte er gleich wissen, wie es zu meiner jetzigen offenheit kam. Ich erklärte ihm einfach, das ich mich richtig wohl fühlte, das ich froh war, das Yohji da war, das wir uns alles erzählen konnten, doch das da tief in mir drin etwas war, das ich überspielen wollte, verschwieg ich ihm, denn das war jetzt nicht relevant. Und wirklich, er gab sich mit der Antwort zufrieden, auch, wenn er sehr skeptisch dreinschaute. Aber wer schaute nicht skeptisch, wenn man so viel von seinem ehemals kaltherzigen Anführer erfuhr?

Als nächstes kam es zu einer weniger Dezenten Frage, denn Yohji fing an mich über meine bisherigen One Night Stands auszuquetschen. Wann das war, wie viele es waren, wer es war.. und so weiter und so fort. Da ich diesmal keine andere Wahl hatte, als mit der sprache herauszurücken fing ich an und schilderte Yohji jeden einzelnen meiner One night stands. Von anfang bis ende. Wie ich Nachts rausgeschlichen war, und wie ich morgens schon wieder im laden stand. Das ich mit frauen UND männern geschlafen hatte... und vor allem WIE. nicht immer blümchensex, sondern auch mal hart, dominiert oder auch dominierend. Sogar das ich ab und an auf Fesselspielchen stehe, hab ich ihm gebeichtet und bevor ich weiterreden konnte, musste Yohji sich - mit einem etwas blassen gesicht - etwas zurücklehnen. Na ja.. so was hört man auch nicht jeden Tag von einem Eisklotz. Doch schnell konnte ich weiter erzählen. Das ich meine One Night Stands nicht mehr an zwei Händen abzählen konnte, erwähnte ich nur ganz kurz, doch ich war sicher, das Yohji es sowieso erahnt hatte, denn seine Gesicht wurde immer blasser und zeigte wieder eine starke konsestenz an schockierung. Ich musste also noch hinzusetzen, das ich natürlich nicht jede Woche draußen war, denn das ganze wäre nicht sehr förderlich gewesen für mein Wohlbefinden, aber ich bestätigte, das ich immer dann raus gegangen war, wenn mir danach war und das war schon öfter als zwei mal der Fall gewesen. Vielleicht kann Yohji sich ja nun einen Reim auf einige Dinge machen, denn schließlich war er derjenige gewesen, der mich desöfteren fast erwischt hatte.

Als er seine Sprache wiedergefunden hatte fragte er mich dann doch tatsächlich - in einem etwas ängstlich unsicherem Ton - ob ich denn böse sei, das er mich von diesem Kerl weggezerrt hatte, mit dem ich Knutschend in einer Ecke gelegen hatte. Nun ja... ich weiß noch genau, wie ich mich leicht vorbeugte, meine Hand auf eines von Yohjis Knien legte und ihm zuckersüß lächelnd erklärte, das er es ja nicht besser hätte wissen können, das ich auch anderweitig noch Sex haben könnte, selbst wenn ich Schuldig liebte. Und ehe ich weitersprechen konnte, stand Yohji auf und ging mit wackligen schritten an einen Schrank, beförderte Alkohol und ein Glas hervor und setzte sich hin, nachdem er sich was eingeschüttet hatte. Auf die frage hin, ob ich auch was bekommen könnte, wurde mir wortlos sein Glas hingehalten. Ich nahm an - und trank.

Ich trank langsam aus und beobachtete Yohji, der wirklich eingesunken auf seinem Sessel saß und mich wohl anstarrte, als wäre ich was außerirdisches, denn er konnte wohl einfach nicht das glauben, was ich ihm dort eben erzählt hatte. Nun ja.. man konnte ja auch nicht alles von seinem Anführer wissen, hab ich recht? Doch ich bin kein Unmensch und so schüttete ich Yohji etwas alkohol in das Glas und reichte es ihm, ebenfalls mit einem super süßen lächeln, rüber und beobachtete ihn dabei, wie er austrank.

Den Rest des Abends schwieg mein Kamerad. Er war wohl zu geschockt. Als ich aufstand um ihm eine gute Nacht zu wünschen, bekam ich nur einen milden Handgruß, nichtmal ein wort und so verschwand ich in mein Zimmer. Hätte ich vielleicht doch besser mit meinen intimen erlebnissen hinter dem Berg halten sollen?

@Hexlein:
wie man lesen kann, gibt es eine Menge dinge, die sie noch nicht alle wissen. Aber ich denke, es wird nach und nach alles heraus kommen, wie sie jetzt schon mitlesen dürfen. Yohji zu schocken ist zwar nicht meine Absicht, doch ich hab das Gefühl, das je mehr ich sage, ihn nur umso mehr schocke. Mal sehen, was das noch gibt...

Ran
15.5.07 22:13


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